Autor Thema: stärke vom filterglas vorm ccd und autofokus  (Gelesen 617 mal)

Offline bugfix

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stärke vom filterglas vorm ccd und autofokus
« am: 27. April 2016 - 15:22:18 »
moin zusammen,

ich lasse gerade meine x-pro1 umbauen und habe jetzt diesen teuren, krassen filter gefunden:

http://www.astronomik.com/de/photographic-filters/proplanet-742-filter.html

der hersteller ist von seiner qualität so überzeugt, dass er 10 jahre garantie gibt, insgesamt finde ich das ganze interessant.

mein kameraumbauer meint er benötigt eine glasstärke von 2mm, die der filterhersteller nicht liefern kann (oder nur für unerschwingliche summen)

der kameraumbauer behauptet, die 2mm glasstärke müssen sein da er sonst den focus nicht nachjustieren könne, ich bin etwas verwundert, dass das notwendig ist, da die kamera ja einen kontrastfocus hat, der meines wissens vom chip abgegriffen wird, somit sollte doch egal sein was da vor dem chip eingebaut ist...

kann mir das jemand erklären?

danke schon mal im voraus!

schönen tag noch
bugfix

Offline KlausMangold

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Re: stärke vom filterglas vorm ccd und autofokus
« Antwort #1 am: 08. Mai 2016 - 21:17:39 »
Was soll an dem Filter so besonders sein? Das ist ein ganz normaler IR-Schwarzfilter, sonst nix.

Warum die Stärke des Filters problematisch sein kann, das leuchtet mir bei einer spiegellosen Kamera auch nicht ganz ein (ich hab mir darüber nämlich auch schon Gedanken gemacht). Da ich aber nicht weiß, wie der Bildsensor genau befestigt ist, will ich vorsichtshalber lieber doch nicht ausschließen, dass ich da nicht vielleicht doch bei meinen Überlegungen irgendwas übersehe. Stell dir mal vor, der Filter wäre z.B. 1 cm dick. Da wäre man doch schon arg skeptisch! Ich will damit nur sagen, dass man wohl den Bildsensor nicht beliebig hin und her setzen kann, und der AF macht schon alles gut...

Grüße
Klaus

Offline anthracite

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Re: stärke vom filterglas vorm ccd und autofokus
« Antwort #2 am: 01. Juni 2016 - 08:47:14 »
Also bzgl. Autofokus habe ich da nichts gehört.

Aber die Dicke des Filters ist in der Tat wichtig, da sie Teil der optischen Berechnung ist. Wenn die Dicke des Filters nicht stimmt, kann es bei weitwinkligen Objektiven und geringer Entfernung zwischen Sensor und Hinterlinse zu Farbverschiebungen, Unschärfe und Vignettierungen zum Rand hin kommen. Davon betroffen sind in erster Linie Besitzer der Sony A7-Serie, bei denen diese Fehler oft bei der Adaption von Objektiven für die Leica M auftritt. Einige Leica-Objektive liefern an der A7 deutlich schlechtere Ergebnisse als an einer digitalen Leica M. Grund dafür ist u. A. der deutlich dickere Filter der Sony. Es gibt Fotografen, die lassen sich in ihre Sony einen dünneren Filter einbauen, womit die Qualität bei Leica-Objektiven zunimmt, aber die von Sony-Objektiven nachlässt. Mir ist allerdings nicht bekannt, dass bei dieser Aktion der Autofokus angepasst werden müsste. (Ich möchte aber hinzufügen, dass ich keine Sony habe und das insofern nicht mein Thema ist.)