Autor Thema: Qualitätsfilter vs. Billigfilter  (Gelesen 614 mal)

Offline anthracite

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Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« am: 09. Juni 2016 - 08:22:33 »
Vor ein paar Tagen haben wir in einer Gruppe Infrarotbilder gemacht, und da hatte ich auch das "Vergnügen", den Billigfilter (30 Euro für 77mm Durchmesser) einer Bekannten auszuprobieren.

Da immer wieder von Anfängern die Frage kommt "Warum werden meine Infrarotbilder nicht gut" oder "Warum habe ich keinen Infrarot-Effekt", will ich euch nicht vorenthalten, wie dramatisch der Unterschied zwischen einem Billigfilter und einem hochwertigen Filter ist.

Beide Bilder wurden an einer unmodifizierten Nikon D600 aufgenommen. An einer umgebauten Kamera könnte der Billigfilter bessere Ergebnisse liefern, da dann kein interner IR-Sperrfilter überwunden werden muss. Aber wer sich einen Billigfilter kauft, weil der ja so günstig ist, gibt in der Regel auch kein Geld zum Umbau einer Kamera aus.

Das erste Bild wurde mit dem Hoya R72 aufgenommen. (Um nicht nur eine Marke zu empfehlen: Der Heliopan RG715 liefert sicher ähnliche Ergebnisse)

Das zweite Bild wurde mit einem Billigfilter aufgenommen. Ein echter Infrarot-Effekt ist nicht zu entdecken, die Zeiten zur Aufnahme sind aber fast genauso lang wie mit dem guten Filter. Die Fokus-Korrektur für IR stimmt übrigens auch nicht mehr.

Von dem Motiv hat mir übrigens das Farb-IR am besten gefallen, welches ich euch aber nicht zeige, da ich mit dem Billigfilter kein vergleichbares Farbbild hinbekommen habe und damit die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist.

Offline Hamu

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #1 am: 09. Oktober 2017 - 10:33:15 »
Hm.
Ich habe mir neben einem teuren Original B+W Rotfilter auch mal einen Billigfilter aus China gekauft. Ist ein 720nm Filter.

Bei mir ist das Ergebnis aber ziemlich ok wie ich finde:





Pauschal kann man also nicht sagen, dass günstige Filter gleich unbrauchbar sind.