Autor Thema: Qualitätsfilter vs. Billigfilter  (Gelesen 1223 mal)

Offline anthracite

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Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« am: 09. Juni 2016 - 08:22:33 »
Vor ein paar Tagen haben wir in einer Gruppe Infrarotbilder gemacht, und da hatte ich auch das "Vergnügen", den Billigfilter (30 Euro für 77mm Durchmesser) einer Bekannten auszuprobieren.

Da immer wieder von Anfängern die Frage kommt "Warum werden meine Infrarotbilder nicht gut" oder "Warum habe ich keinen Infrarot-Effekt", will ich euch nicht vorenthalten, wie dramatisch der Unterschied zwischen einem Billigfilter und einem hochwertigen Filter ist.

Beide Bilder wurden an einer unmodifizierten Nikon D600 aufgenommen. An einer umgebauten Kamera könnte der Billigfilter bessere Ergebnisse liefern, da dann kein interner IR-Sperrfilter überwunden werden muss. Aber wer sich einen Billigfilter kauft, weil der ja so günstig ist, gibt in der Regel auch kein Geld zum Umbau einer Kamera aus.

Das erste Bild wurde mit dem Hoya R72 aufgenommen. (Um nicht nur eine Marke zu empfehlen: Der Heliopan RG715 liefert sicher ähnliche Ergebnisse)

Das zweite Bild wurde mit einem Billigfilter aufgenommen. Ein echter Infrarot-Effekt ist nicht zu entdecken, die Zeiten zur Aufnahme sind aber fast genauso lang wie mit dem guten Filter. Die Fokus-Korrektur für IR stimmt übrigens auch nicht mehr.

Von dem Motiv hat mir übrigens das Farb-IR am besten gefallen, welches ich euch aber nicht zeige, da ich mit dem Billigfilter kein vergleichbares Farbbild hinbekommen habe und damit die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist.

Offline Hamu

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #1 am: 09. Oktober 2017 - 10:33:15 »
Hm.
Ich habe mir neben einem teuren Original B+W Rotfilter auch mal einen Billigfilter aus China gekauft. Ist ein 720nm Filter.

Bei mir ist das Ergebnis aber ziemlich ok wie ich finde:





Pauschal kann man also nicht sagen, dass günstige Filter gleich unbrauchbar sind.

Offline anthracite

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #2 am: 20. Oktober 2017 - 12:17:23 »
Deine beiden Bilder werden leider nicht angezeigt.

Mittlerweile habe ich auch gemerkt, dass die Nutzbarkeit der Filter auch von der Kamera bzw. dem dort eingebauten IR-Sperrfilter abhängt.

Bei modifizierten Kameras (Sperrfilter entfernt) und bei älteren Kameras mit schwächerem IR-Sperrfilter können Billigfilter auch brauchbar sein (wie groß da der Unterschied zum Qualitätsfilter ist, weiß ich aber nicht).
Bei den meisten Kameras der letzten Jahre (vermutlich alle von Nikon und Fuji, aber auch viele von Canon, Angabe ohne Gewähr, ich habe ja nicht alle getestet) sind die Ergebnisse wie im Eingangsbeitrag, d. h. Qualitätsfilter geht, Billigfilter ist unbrauchbar.
Bei ein paar ganz neuen Kameras ist der eingebaute Sperrfilter so stark, dass auch mit Qualitätsfilter keine brauchbaren Ergebnisse erzielbar sind (betrifft Sony irgendwas Neues, ich meine A77 II, und Canon 5D Mark IV, bis Mark III ist hingegen ok, aber die Mark IV war ohnehin der Reinfall, weil bei dem IR-Termin die Kamera kaputt gegangen ist, Garantiefall). Mit diesen Kameras ist keine IR-Fotografie möglich, es sei denn, man baut sie um.

Und dann ist Billigfilter nicht gleich Billigfilter, es kann welche geben, die besser wirken. Aber mit den Filtern, die ich in der Hand hatte, waren die Ergebnisse recht konsistent wie im Eingangsbeitrag.

Offline zille

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #3 am: 20. Oktober 2017 - 16:51:14 »
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« Letzte Änderung: 23. Oktober 2017 - 20:20:17 von Dirk »
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Offline anthracite

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #4 am: 21. Oktober 2017 - 00:41:19 »
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« Letzte Änderung: 23. Oktober 2017 - 20:20:29 von Dirk »

Offline infrabraun

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #5 am: 21. Oktober 2017 - 16:27:26 »
Vor ein paar Tagen haben wir in einer Gruppe Infrarotbilder gemacht, und da hatte ich auch das "Vergnügen", den Billigfilter (30 Euro für 77mm Durchmesser) einer Bekannten auszuprobieren.

Ich nehme an "Billigfilter" ist kein Markenname. :)
Billige Filter gibt es nicht wenige.
Wie war die Bezeichnung ?:  Als Warnung für Interessenten.
Mit Gruß von Bruno

Offline anthracite

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #6 am: 21. Oktober 2017 - 19:55:38 »
Der Billigfilter in obigem Beispiel war von Polaroid (was mittlerweile ja kein Hersteller mehr ist, sondern nur noch ein Markenname).
Einen Billigfilter von Quenox habe ich noch, der ist ähnlich schlecht.

Offline el_Pano

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #7 am: 21. Oktober 2017 - 20:31:16 »
Alle Fotos die ich in die Gallerie gestellt hab sind mit "billig Filtern" entstanden. Rocolax, Citiwide, Smardy, zum Teil auch noname aus China. Wenige Ausnahmen mit dem Tiffen47, habe den dann aber gegen den Smardy Blaufilter getauscht. Sehe keinen Bedarf für Filter viel Geld liegen zu lassen.

Offline zille

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #8 am: 21. Oktober 2017 - 20:47:06 »
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« Letzte Änderung: 23. Oktober 2017 - 20:15:08 von Dirk »
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Offline anthracite

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #9 am: 22. Oktober 2017 - 01:23:44 »
Alle Fotos die ich in die Gallerie gestellt hab sind mit "billig Filtern" entstanden. Rocolax, Citiwide, Smardy, zum Teil auch noname aus China. Wenige Ausnahmen mit dem Tiffen47, habe den dann aber gegen den Smardy Blaufilter getauscht. Sehe keinen Bedarf für Filter viel Geld liegen zu lassen.

Du hast aber auch eine umgebaute Kamera, oder?

Meine Erfahrung mit Billigfiltern ist, dass diese (teilweise ?) das sichtbare Licht nicht genug sperren, und bei einer unmodifizierten Kamera kommt dann mehr sichtbares Licht durch den Billigfilter als Infrarotlicht durch den IR-Sperrfilter der Kamera. Und damit dominiert das sichtbare Licht das Bild, es ergibt sich kein Infraroteffekt. An einer umgebauten Kamera, wo also der Sperrfilter entfernt wurde, ist dies hingegen kein Problem.

Offline el_Pano

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #10 am: 22. Oktober 2017 - 09:52:36 »

Du hast aber auch eine umgebaute Kamera, oder?

Meine Erfahrung mit Billigfiltern ist, dass diese (teilweise ?) das sichtbare Licht nicht genug sperren, und bei einer unmodifizierten Kamera kommt dann mehr sichtbares Licht durch den Billigfilter als Infrarotlicht durch den IR-Sperrfilter der Kamera. Und damit dominiert das sichtbare Licht das Bild, es ergibt sich kein Infraroteffekt. An einer umgebauten Kamera, wo also der Sperrfilter entfernt wurde, ist dies hingegen kein Problem.

Jup das stimmt ;)

Offline Dirk

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #11 am: 22. Oktober 2017 - 11:32:48 »
Guten Morgen Zille,

bitte keine persönlichen und herablassenden Beitrage gegenüber anderen Forennutzer!

Dies wurde mir leider in der Vergangenheit immer wieder von anderen Forennutzer herangetragen! Bitte konzentriere dich auf deine fachliche Kompetenz der Infrarot-Fotografie! Ich bin der Meinung, dass dies Forum zum Glück weitestgehend unmoderiert betrieben werden kann. Falls dies in Zukunft nicht mehr möglich sein sollte, bin ich gezwungen die Pforten zu schließen. Diesen Umstand würde ich als sehr schade empfingen, dass Forum besteht schon seit über 10 Jahren und ist voll mit fachlichen Beiträgen über die Infrarotfotografie - eine Art Wissensdatenbank! In der auch gerade du "Zille", durch dein fachliches Wissen beigetragen hast!!

Bitte in Zukunft mit persönlichen Kommentaren gegenüber anderen Nutzer zurückhalten, die nichts mit dem Thema zu tun haben! <- Dies gilt übrigens nicht nur Zille!!

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« Letzte Änderung: 23. Oktober 2017 - 20:15:27 von Dirk »

Offline el_Pano

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #12 am: 22. Oktober 2017 - 16:16:08 »
Danke.

Offline zille

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #13 am: 23. Oktober 2017 - 14:43:10 »
Guten Abend Dirk,

tut mir leid, kommt nicht wieder vor. Du hast natürlich vollkommen recht – persönliche Angriffe können keinesfalls geduldet werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass manche wohl austeilen aber nicht einstecken können, muss mit großer Demut reagiert werden. Mit einigen Stunden Abstand sehe auch ich, dass der Wille zur Profilierung ein lebender Beweis der Meinungsfreiheit und somit als eins der höchsten Güter der Demokratie zu achten ist.

Nebensächlich ist, dass dilettantische Theorien wie beispielsweise von den Protagonisten nicht belegt werden können. Es ist schließlich weder deren Verdienst noch deren Schuld, dass die wissenschaftliche Literatur sich beharrlich weigert, solches zu bestätigen. Und zudem fällt es mir tatsächlich schwer, von meiner Akribie zu lassen.

Zu meinem Bedauern habe ich andere mit einem so unmaßgeblichen Widerspruch wie konfrontiert. Dabei hätte ich den Vergleich von Äpfeln und Birnen doch auch positiv sehen und statt dessen für den »klar und eindeutig formulierten Hinweis« danken können. Auch hat mich die Aneinanderreihung von in nur drei Sätzen mit lautem Lachen zu Boden gehen lassen und mir somit den konstruktiven Blick nach vorn genommen. Ebenso unverzeihlich, dass ich die Missachtung aller Regeln wissenschaftlicher Arbeit bei so manchem hier im Forum angeführten »Beweise« kritisch kommentierte.

Da sich das Forum neben ästhetischen Gesichtspunkten vor allem den physikalischen-wissenschaftlichen Gesichtspunkten der Infrarotfotografie widmet, glaubte ich, beratungsresistenten Selbstdarstellern mit sarkastischen und ironischen Beiträgen auf die Füße treten zu dürfen. Allerdings übersah ich, dass damit ab und an auch ein Sensibelchen getroffen werden kann. Tut mir leid, kommt nicht wieder vor. Vorsorglich lösche ich gleich mal alles Verfängliche.

Vom Admin um die Zitate bereinigt, also ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen, ich lasse es jedoch so stehen, da es Zilles Meinung ist!
« Letzte Änderung: 23. Oktober 2017 - 20:32:59 von Dirk »
»Das Vertrackte am Klarmachen des eigenen Standpunktes ist, daß man dadurch zu einem nicht zu verfehlenden Ziel wird.«
Benedictus d'Espinoza (1632 - 1677)

Offline el_Pano

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Re: Qualitätsfilter vs. Billigfilter
« Antwort #14 am: 23. Oktober 2017 - 17:00:32 »
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« Letzte Änderung: 23. Oktober 2017 - 20:23:52 von Dirk »