Autor Thema: die Zeit der weißen Blätter  (Gelesen 312 mal)

Offline zille

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die Zeit der weißen Blätter
« am: 09. August 2017 - 23:11:48 »
Mir scheint, die Zeit der weißen Blätter ist vorbei – jetzt müssen die rot oder blau oder gelb sein. Dabei habe ich immer das Gefühl, als ob nur die jeweilige Farbe über das Bild gekippt wurde; die Technik oder der Filter im Mittelpunkt steht. Ich stelle mir die Frage, ob sich die Bildaussage ändern würde, wenn statt Blau die Farbe Rot an selbiger Stelle wäre. Oder Gelb statt … Während weiß statt grün (die grün angepinselte Bank im Park aber nicht weiß wird) immer noch Fragen aufwirft, fällt mir bei blauen, roten oder gelben Bäumen nur Photoshop ein.

Sicher, hier im Forum sind Wege und Hinweise wichtiger als das bis auf den Punkt ausgearbeitete Ausstellungsbild. Das aber jemand einmal mehr als ein Probebild gemacht hat, sich über eine Ausstellung(-sbeteiligung) freut, ist selten. Oder als Frage formuliert: ist die Spielerei mit Technik erfreulicher als ein Eyecatcher/Blickfang/Hingucker? Dürfen Eure Bilder die Festplatte verlassen und sich n der Öffentlichkeit präsentieren?
»Das Vertrackte am Klarmachen des eigenen Standpunktes ist, daß man dadurch zu einem nicht zu verfehlenden Ziel wird.«
Benedictus d'Espinoza (1632 - 1677)

Offline moggafogga

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #1 am: 10. August 2017 - 13:17:24 »
Ein sehr spannendes Thema welches du eröffnet hast. Meiner Meinung nach sogar eine Thematik die viel zu selten diskutiert wird. Die Zeit des Blattweiß scheint tatsächlich vorbei zu sein, jedenfalls habe ich diesen Eindruck auch. Allerdings sehe ich das weniger tragisch, eher freudig: Statt wiederkehrendem Eye-Catcherlook nach Standard-Anleitung steht bei einigen "IRren" mittlerweile tatsächlich eher die Filter-Fotografie im Vordergrund. Aus meiner Sicht kann ich das nur begrüßen, da ich mich schon längst an weiß/blauen und Goldie- oder SuperBlue-Bildern sattgesehen habe. Die Spielerei mit der Technik bietet noch viele Möglichkeiten, das muss allerdings nicht unbedingt zu einem höheren Ziel führen. Allein der Zuwachs an Erfahrung und die Lust bekannte Wege zu verlassen sind für mich Antrieb genug.

Ich war im Juli in einer kleinen Ausstellung, gezeigt wurden ausschließlich NIR-Bildern und ich fand es schrecklich (immerhin hat der gute Mann eine Ausstellung, da kann ich nur kleinlaut gratulieren). Jedoch haben meiner Meinung nach fantastische Landschaften in dieser Ausstellung durch die klass. Umsetzung in blau/weiß oder blau/(braun-)gelb ihren Reiz verloren. Bei etlichen Bildern hätte ich mir sogar eine ganz normale Aufnahme gewünscht, denn es ist tatsächlich so, dass die Bildaussage nur in seltenen Fällen durch die Falschfarben beeinflusst wird. Das wäre allerdings mal ein Ziel: gezielt Bildbereiche stärker oder schwächer zu betonen mit Hilfe geeigneter Farbkombinationen.

Grüße, Martin

Offline infrabraun

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #2 am: 11. August 2017 - 13:58:36 »
Bei dem Kodak IR-Film hatte man sich an rotes Laub schon gewöhnt
Mit Gruß von Bruno

Offline el_Pano

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #3 am: 11. August 2017 - 19:46:13 »
Ich würde nicht sagen, dass die Zeit der weissen Blätter vorbei ist.
Ist doch der 700nm Filter für IR Fotografie immer noch der verbreitetste, weil auch am "einfachsten" in der Handhabung.
Wie du schon ansprichst, benötigt der Filter nicht viel Nachbearbeitung um gleich andersweltliche Effekte zu erzielen, während 550/590/630nm schon teils extrem aufwendige Nachbearbeitung mit sich bringt.

Ich kann mir vorstellen, dass es viele IR Fotografen (mich eingeschlossen) in experimentellere Richtungen mit mehr Farbeinwirkungen zieht, weil man sich mit der Zeit am standard IR look sattgesehen hat. Ich habe auch mit dem R72 meine ersten Schritte gewagt und war begeistert, mittlerweile kommt mir bei meinen damaligen Fotos auf die ich mal irre stolz war nurmehr ein müdes Lächeln.

Ich weis es gibt Puritaner die Freude am Fotografieren haben und für die die Nachbearbeitung in PS etc. ein Mühsal ist. Bei mir ist es genau umgekehrt, ich habe das Gefühl genau da meine Kreativität austoben zu können. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Ich habe das Gefühl meine Fotos kommen gut an, würde mich auch trauen sie auszustellen wenn ich die Gelegenheit dazu bekäme.

Die neu aufgekommenen Super-Blue filter ala Tiffen47 erleichtern es Anfängern schnell in die Farb-Infrarot Fotografie einzusteigen, ohne sich mit schwierigen Weißabgleichen oder Kanaltauschen rumzuplagen. Auch arbeitet Ilija von Kolarivision derzeit an einem Filter ähnlich dem NDVI/Superblue/Tiffen47, der ohne Nachbearbeitung einen Aerochrom look erzielen kann.

Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass diese Art von Fotos subjektiv zunehmen und der ehemals "standard" IR look mit Wood-effekt seltener auftaucht.

Es kann aber auch einfach täuschen, denn hier im Forum ist schon länger nichtmehr viel los. Man könnte also die Frage in den Raum stellen, ist die Blütezeit der digitalen IR Fotografie wieder vorbei und klingt der Trend nun ab?
Oder wird er vielleicht in anderer Form jetzt erst richtig losgetreten, Stichwort NDVI-7 / NBG Dronenfotografie?

Definitiv ein spannendes Thema!
Grüße, David

Offline zille

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #4 am: 16. August 2017 - 19:26:35 »
… während 550/590/630nm schon teils extrem aufwendige Nachbearbeitung mit sich bringt.
Was ist denn bei diesen Filtern so extrem aufwendig? Muss in der Bildbearbeitung den Farben auf die Sprünge geholfen werden? Ist es momöglich richtig, dass mehr Photoshop als IR in diesen bunten Bildern steckt?

…ist die Blütezeit der digitalen IR Fotografie wieder vorbei und klingt der Trend nun ab?
IR-Fotografie war doch wohl immer ein Nischenthema, da von Blütezeit oder Trend zu sprechen ist wie beim Finden eines Glückspfennigs vom plötzlichen Reichtum zu fabulieren.  :mrgreen:  Insofern kann man auch nicht sagen, "im Forum ist schon länger nicht mehr viel los", weil hier noch nie der Bär gesteppt hat.
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Benedictus d'Espinoza (1632 - 1677)

Offline el_Pano

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #5 am: 16. August 2017 - 20:07:39 »
Was ist denn bei diesen Filtern so extrem aufwendig? Muss in der Bildbearbeitung den Farben auf die Sprünge geholfen werden? Ist es momöglich richtig, dass mehr Photoshop als IR in diesen bunten Bildern steckt?

Es ist in der Tat sehr aufwendig. Ich nehm für alle Ausführungen jetzt mal den 550nm Langpass Filter her, weil er meiner Erfahrung nach die meiste Arbeit verursacht.
Umso mehr sichtbares Licht man mit NIR mischt, desto schlechter schneidet die optische Leistung unserer Objektive ab. Oder anders formuliert, ein Objektiv, dass in 720nm "brauchbare" Ergebnisse liefert kannst du für 550nm in der Regel vergessen. Problem dabei ist garnicht wie bei 720nm die Hotspot-Bildung, sondern Randunschärfe und chromatische Aberationen. Ich habe "alle" (Makros und Tele interessieren mich nicht, da für meine Anwendung unbrauchbar) Objektive die mein Fotoladen für Nikon zur Verfügung hatte getestet, ich habe nichts brauchbares gefunden. Am besten haben noch das Standard 18-55 VRII und das 35 1:1.8 an der 550nm D3100 abgeschnitten, weshalb ich genau die zwei am häufigsten verwende.

Genau aus dem Grund sind alle meine 550nm Fotos als Panoramen mit meist 15- 50 Aufnahmen entstanden. Gestitched in Autopano GIGA und dann verkleinert. Dadurch bekommt man die Aberationen in den Griff, sie werden schlicht im Verhältnis zur Bildgröße mit verkleinert. Sie verschwinden also nicht, fallen aber weit weniger ins Gewicht.

Das ist Schritt 1 meines Bearbeitungsworkflows und wird bei jedem 550nm Foto angewendet, von dem ich mir ein gutes Resultat erhoffe. Schnelles Knipsen und zuhause schauen was da so auf der Speicherkarte ist, scheidet also schonmal aus.

Aufgrund der Größe der resultierenden Dateien scheidet für mich RAW- Verarbeitung aus. Schafft mein PC einfach nicht, ich fotografiere nur JPG und arbeite damit, Weißabgleich vorort ist also top-Priorität. Die Fotos haben als .psd Dateien meist 3-8GB, zehren also an Rechenleistung und Geduld des Bearbeiters.

Den meisten wärs bis hierhin vermutlich schon zuviel Arbeit, dabei wurde das Bild im "künstlerischen Sinne" noch garnicht bearbeitet.

Danach kommt es immer drauf an was man erreichen möchte. Wenn man einen blauen Himmel möchte, reicht bei 550nm Kanaltausch Blau-Rot und anschließend Grün-Blau.

In der REgel kommen jetzt ein paar "Standard" bearbeitungen. Als erstes Retouche, also Stomleitungen die durchs Bild gehen entfernen, bei "belebten" Motiven Menschen entfernen die zum Zeitpunkt der Aufnahme rumstanden, etc. dann Mittenaufhellung, leichte Kontrast und Farbanpassung sowie Dodge&Burn um Akzente hervorzuheben die mir wichtig sind. Je nachdem welche Stimmung ich mit meinem Ergebnis generieren möchte, wirds mal düsterer, mal nicht.
Wenn ich durch 500px schaue, sehe ich viele gute Bilder, aber keins davon ohne aufwendige Nachbearbeitung. Bei 1x dasselbe. Ist heutzutage üblich, finde ich in den meisten Fällen auch gut. Wichtig ist, dass man die Bearbeitung als solche nicht sofort erkennt. Wenn man als Beispiel auf den ersten Blick sieht wo dodge&burn angewandt wurde, hat mans übertrieben.


Die Bilder im Anhang sind kein ideal Beispiel, hab aber gerade nichts anderes zur Hand.

Ist es momöglich richtig, dass mehr Photoshop als IR in diesen bunten Bildern steckt?
Die Frage die sich mir nun stellt, wäre es für dich "mehr Infrarot" ohne Nachbearbeitung? Bunt sind die Bilder mit dem 550nm Filter trotzdem.
Wenn du dir die Infrablue Fotos ansiehst, hast du sogar einen Extremfall, sowenig Nachbearbeitung wie bei dem Filter hab ich nichtmal bei 720nm. Bunt sind sie trotzdem.
http://infrarot-forum.de/smf/index.php?topic=3438.msg15275#new

Analoger Aerochrome ist auch bunt, ist er deswegen weniger Infrarot?

IR-Fotografie war doch wohl immer ein Nischenthema, da von Blütezeit oder Trend zu sprechen ist wie beim Finden eines Glückspfennigs vom plötzlichen Reichtum zu fabulieren.  :mrgreen:  Insofern kann man auch nicht sagen, "im Forum ist schon länger nicht mehr viel los", weil hier noch nie der Bär gesteppt hat.

Ist mein subjektives Empfinden, beweisen kann ichs nicht, will ich auch nicht. Ich merks nicht nur hier sondern ganz extrem auch in der DeviantART - R72 Gruppe. Da ist es sogar recht einfach nachvollziehbar, da die Fotos in Ordnern nach Monat gruppiert werden. Blickt man ein paar Jahre zurück, sieht man dass es mal sehr viel mehr waren. Lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die Qualität zu, damals gabs gute Uploads, jetzt ebenfalls. Aber die Anzahl hat sich stark verändert.
« Letzte Änderung: 16. August 2017 - 20:18:25 von el_Pano »

Offline zille

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #6 am: 19. August 2017 - 21:19:44 »
Umso mehr sichtbares Licht man mit NIR mischt, desto schlechter schneidet die optische Leistung unserer Objektive ab.
Eigenartig – keins der Objektive ist für IR-Licht optimiert, sondern für den Menschen sichtbares Licht. Und nun sollen die Objektive ausgerechnet in der Mitte des sichtbaren Spektrums schlechtere Leistungen bringen?!?  :wow: Aber gut, wenn Du es ausprobiert hast …

Aufgrund der Größe der resultierenden Dateien scheidet für mich RAW- Verarbeitung aus. … nur JPG … Die Fotos haben als .psd Dateien meist 3-8GB
Ebenso sonderbar – Du operierst mit bis zu 8GB Daten, aber Dein PC schafft keine RAW-Verarbeitung?!? Na, wie dem auch sei, aufnehmen sollte man dennoch in RAW. Denn dann kann man in einem ersten Schritt die Daten optimieren, Weißabgleich setzen, CA entfernen … Wenn man dann immer noch der Meinung ist, dass die Panoerstellung mit RAW zu aufwendig ist, kann man ja Autopano GIGA immer noch mit jpg füttern und hat die RAW als Reserve in Hinterhand.

… wäre es für dich "mehr Infrarot" ohne Nachbearbeitung? Bunt sind die Bilder mit dem 550nm Filter trotzdem.
Sicher nicht. Aber die Antwort lässt mich um so mehr an der »aufwendigen« Bearbeitung zweifeln.

ein paar "Standard" bearbeitungen … erstes Retouche … bei "belebten" Motiven Menschen entfernen … Mittenaufhellung, leichte Kontrast und Farbanpassung sowie Dodge&Burn …
Gut, das gehört dazu. Und wo ist nun die extrem aufwendige Bearbeitung? Na ja, vielleicht habe ich Dich auch nur falsch verstanden, ist das, was Du als aufwändig ansiehst, für mich tagtäglich Praxis. Ich habe wirklich geglaubt, das man bei den 550 nm und 630 nm Filtern etwas anderes machen müsse, als bei den 700 nm Filter. Also mein Fehler.

Wichtig ist, dass man die Bearbeitung als solche nicht sofort erkennt.
Nö, das ist völlig Banane. Einzig wichtig ist, das es gut aussieht und dass man mir das Bild abkauft bzw. die Nachbearbeitung vergütet.  :mrgreen:
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Offline el_Pano

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #7 am: 19. August 2017 - 22:17:25 »
hmm da hast du wohl recht, anscheinend mach ich dann wohl was falsch  :anbet:

Offline zille

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #8 am: 19. August 2017 - 23:46:46 »
Nicht falsch, nur anders – mit Potential für Effizienzsteigerung.
Mich hat die Heraushebung der »extrem aufwendigen Bearbeitung« iritiert. Du hast Dich offensichtlich auf die Panoramagenerierung bezogen, hingegen war meine Frage mehr auf die Unterschiede zur Bearbeitung von 550/630 nm gegenüber 700 nm Filter bezogen.
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Offline anthracite

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #9 am: 22. August 2017 - 09:08:44 »
Eigenartig – keins der Objektive ist für IR-Licht optimiert, sondern für den Menschen sichtbares Licht. Und nun sollen die Objektive ausgerechnet in der Mitte des sichtbaren Spektrums schlechtere Leistungen bringen?!?  :wow: Aber gut, wenn Du es ausprobiert hast …
Ein 550nm-Filter lässt den Sensor Licht von 550nm bis gut 1000nm (obere Grenze hängt vom Sensor ab) aufnehmen. Das ist nicht nur die Mitte des sichtbaren Bereichs.

Je größer der Frequenzbereich ist, desto größer sind die Unterschiede in der Lichtbrechung, und umso schwieriger ist es, ein Objektiv zu bauen, dass den ganzen Frequenzbereich gleichermaßen scharf abbildet. Ein kleiner Frequenzbereich reduziert die durch unterschiedliche Lichtbrechung der verschiedenen Wellenlängen entstehenden Unschärfen. Deshalb sind so manche Objektive mit 850nm-Filter schärfer als mit 550nm-Filter, obwohl sich ersterer komplett außerhalb des sichtbaren Bereiches befindet.

Jedenfalls finde ich die Bilder von el Pano großartig, und das Ergebnis rechtfertigt die Bearbeitung.
« Letzte Änderung: 22. August 2017 - 09:11:21 von anthracite »

Offline zille

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #10 am: 22. August 2017 - 11:19:19 »
Richtig. Objektive können nur auf einen ganz bestimmten Bereich optimiert werden, alles davor und dahinter ist ein mehr oder weniger großer Kompromiss. Insofern werden Objektive für sichtbares Licht auf die Mitte des Spektrums optimiert – also auf 550 nm.

Weshalb also sollte ein auf 550 nm optimiertes Objektiv bei eben dieser Wellenlänge eine schlechtere Leistung erbringen, als am Rand des gerade noch zulässigen Kompromiss?!?

Wenn derartig unlogisches beobachtet wird – ist dann die schlechtere Abbildungsleistung auf das Objektiv an sich zurück zu führen? Muss man da nicht zuerst an etwas denken, was zusätzlich in den Strahlengang gebracht und bei der Berechnung des Objektivs noch nicht berücksichtigt werden konnte?
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Offline moggafogga

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Re: die Zeit der weißen Blätter
« Antwort #11 am: 22. August 2017 - 16:34:51 »
Ebenso sonderbar – Du operierst mit bis zu 8GB Daten, aber Dein PC schafft keine RAW-Verarbeitung?!?
Ich glaube, es ging hier um die Panos. Bei RAW-Panoramen rödelt der Rechner schon ordentlich, da kann ich el_Pano zustimmen.
Grüße, Martin